An diesem Wochenende stand mal wieder ein Ausflug mit Jan an: Diesmal trafen wir uns in Guangzhou in Südchina.
Anreise fand wie gehabt am Freitag Abend statt. Am Flughafen von Guangzhou bin ich allerdings bei der Suche nach einem Taxi nicht sofort fündig geworden, weshalb ich mich darauf einließ, bei so einem "privaten" Taxiunternehmer mitzufahren. In einem alten Santana mit Mao-Bildchen am Amaturenbrett ging es in rasanter Fahrt zum Hotel, wo schon Jan auf mich wartete, der mit dem Zug aus Hong Kong angereist war. Das Hotel war schön: großes Zimmer, ruhig und Blick auf einen großen Park.

Am nächsten Morgen starteten wir nach einem üppigen Starbucks-Frühstück zu unserer Sightseeing Tour. Erste Station: der Yuexiu Park direkt neben unserem Hotel (siehe Foto). Eine grüne Lunge mit tropischen Einschlägen und ganz offensichtlich die Anlaufstelle der Chinesen in ihrer Freizeit. Da wurde auf alle Arten gesportelt: Basketball, Tischtennis und Tai Chi. Und an vielen Ecken haben Laiengruppen Stücke aus der Peking Oper gespielt. Sehr entspannend, dort entlang zu spazieren.

Danach haben wir noch ein paar Tempelanlagen besucht: Temple of the six Banyan Trees mit einer schönen Pagode (auch hier ein Foto), Guangxiao Temple, der der älteste Tempel in Guangzhou ist und den Temple of the five Immortals, der eher klein und beschaulich ist.
Nach der Tempeltour meldeten sich langsam die an Büroruhe gewöhnten Beine und Füße: Wir hielten ab diesem Zeitpunkt eigentlich kontinuierlich nach einem freien Taxi Ausschau. Da wir allerdings keines fanden, bahnten wir uns weiter unseren Weg durch Guangzhous Straßen, aßen an einer kleinen Bude gebratene Jiaozi und besichtigten die wuselige Einkaufsstraße, die an einen Ameisenhaufen erinnerte.

Dann haben wir uns zu Shamian Island begeben, wo früher die Europäer gelebt haben, als Guangzhou für den internationalen Handel geöffnet wurde. Die Bauten erinnern hier sehr stark an die europäischen Einflüsse (siehe Foto!) Hier waren unsere Kräfte dann endgültig aufgezehrt, das vom Reiseführer angepriesene Restaurant war unauffindbar und wir wollten nur noch eins: ein Taxi, das uns heimfährt. Wir sahen auch viele Taxis, doch alle waren besetzt! Ich hab dann sogar den Taxidienst angerufen, doch der wollte kein Englisch mit mir sprechen (obwohl die nette Dame am anderen Ende der Leitung sehr wohl Englisch verstand...) und meinem Chinesisch wollte sie nicht lauschen und hat aufgelegt. Schon völlig verzweifelt fanden wir dann doch noch ein freies Taxi! Bei unserer Suche fiel mir dann auch schon der Titel für diesen Blogeintrag ein :o)
Am Samstag Abend waren wir dann noch in einem Restaurant bei uns um die Ecke essen und waren dann froh, ins Bett fallen zu können!

Am Sonntag war ja schon wieder Abreise angesagt, so dass wir den Tag ganz ruhig angegangen sind: Also erst einmal wieder ein schönes Frühstück bei Starbucks, dann einen weiteren Park besichtigt, der gleich bei uns gegenüber war: Liuhuahu Park. Auch hier viele Chinesen, die spazierengehen, sich mit der Familie treffen oder anderen Freizeitaktivitäten nachgehen. Wirklich sehr entspannend. Und in diesem Park fanden wir den Frankfurter Rosengarten, der der Stadt Guangzhou zu seinem 2200 jährigen Bestehen 1996 geschenkt wurde. Hut ab, sag ich da nur! Und auch davon habe ich natürlich ein Foto beizusteuern!
Ein weiteres Essen später hiess es dann auch schon ab zum Flughafen bzw. Bahnhof.
Guangzhou war nun nicht unbedingt ein Highlight in China, aber ein entspannter Ausflug, tropische Eindrücke dank 30 Grad und blühenden Parks - eine schöne Abwechslung zum immer noch grauen und kalten Beijing. Und wer mehr davon sehen will: ab zum
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