Dienstag, 7. April 2009

Great Wall Mutianyu

Am Sonntag stand dann eine erneute Mauerwanderung auf dem Plan: Mutianyu.

Die dreistündige Anfahrt zur Mauer war zwar recht beschwerlich, aber was nimmt man für die Mauer nicht alles auf sich ;o) Der Abschnitt bei Muntianyu ist restauriert und wegen seinem guten Zustand ein richtiger Touristenmagnet: Verkaufsstände, eine Menge "Ausländer" und eine bequeme Seilbahn, die einem auf Mauer-Level bringt, sind die damit verbundenen Annehmlichkeiten. Entgegen dem Touristenstrom haben wir uns zunächst nach links gewandt, um einen Wachtum auf einem der Berggipfel zu erklimmen. Das war ein ganzes Stück Arbeit...ein Teilstück war eine unmenschliche Ansammlung von Stufen, die mich fertig gemacht haben. Ich habe dann schon mal eine frühzeitige Pause eingelegt und meine Mitstreiter vorgeschickt, damit ich ein wenig erholen kann. So saß ich da also fast alleine auf der Mauer, habe meine Cracker verdrückt und den Ausblick genossen. Gestärkt von der Pause bin ich dann auch noch den Gipel hochgekraxelt, davon die meiste Zeit alleine, was doch schon ein besonderes Gefühl ist: nur ich und die Mauer: Wahnsinn!
Steiler Anstieg aber lohnenswert für super Sonnenschein-Fotos!

Von dem höchsten Punkt auf der Seite ging es dann zunächst wieder zurück, aber nur, um dann auf der anderen Seite den höchsten Wachturm zu erobern, was wieder mit ähnlich vielen Stufen verbunden war. Aber für eine gute Aussicht quält man sich ja gerne ein Stück weit! Und neben schönen Fotos gabs noch eine weitere Highlight, nämlich der Rückweg zum Startpunkt, den wir mit einer Sommerrodelbahn zurückgelegt habe. Ein riesen Spass, aber ohne dauerbremsende Chinesen wäre es glatt noch witziger gewesen. Und als Belohnung für den 3- Stunden Hike auf der Mauer gabs erstmal ein kühles Bier :o)


Fazit von meiner zweiten ausgiebigen Mauertour: leichten Sonnenbrand, zum Glück noch leichteren Muskelkater und ne Menge schöner Fotos mit strahlend blauen Himmel! Wer sich davon überzeugen will, hier ist mein Webalbum.

Sommerpalast bei Sonnenschein

Am Samstag habe wir uns in Richtung Sommerpalast begeben. Das Wetter war wunderbar: 25 Grad, die einem ein Gefühl von Sommer gaben, sowie strahlend blauer Himmel. Und so dachten wohl viele Chinesen trotz Tomb Sweeping Day ebenso wie wir und wollten mal schauen, wie sich der Kaiser vergangener Zeiten bei solchem Wetter etwas Abkühlung verschaffte: In seinem Sommerpalast.
An einem schönen See gelegen, den man einmal komplett umrunden kann, bieten vor allem die schattigen Wälder am Hang des Sommerpalastes etwas Abkühlung.

Zunächst haben wir eine Runde um den See gedreht, was trotz vieler Chinesen dann doch sehr entspannend war und dann sind wir den Berg halb erklommen und haben uns dort hingesetzt und einfach mal die Szene auf uns wirken lassen. Genau richtig für einen schönen Samstagsausflug!

Hier mal eine Impression des Sommerpalastes
Mehr Bilder wie so oft in meinem Webalbum!

Montag, 6. April 2009

798 Art District




Direkt bei meinem Apartmentkomplex um die Ecke befindet sich das Künstlerviertel 798. Das Gelände war einst eine Fabrik, erbaut von den Deutschen. Als das Gelände nicht mehr genutzt wurde, siedelten sich dort unabhängige Künstler an. Im Laufe der Zeit entwickelte sich 798 zu einem In-Viertel, in dem sich viele kleine Galerien, Geschäfte sowie Restaurants und Cafés angesiedelt haben.
Somit lohnt sich also ein kleiner Spaziergang durch das Viertel sowie der Genuss eines leckeren Kaffees in einem der süßen Cafés. Und so haben Eva und ich uns am Freitag nachmittag dort ein wenig umgesehen.
Moderne Kunst zwischen alten Industriegebäuden
Hier ist der Industriecharme ganz gegenwärtig und gezielt eingesetzt.
Früher waren in diesem Gebiet die Fabriken durchnummeriert, ebenso die Strassen und so heisst das Viertel heute 798.

Stadtspaziergang City Walls

Am Freitag habe ich mir erneut einen Tag frei genommen und mit meinen Gästen ein wenig Peking Sightseeing betrieben. Diesmal stand ein Stadtspaziergang auf dem Programm, der uns auch an den alten Stadtmauern Pekings entlang führen sollte.

Gestartet sind wir ein Stück südlich von Platz des Himmlischen Friedens und sind zunächst durch kleine Hutong-Gassen geführt worden. Diese Hutongs waren auch alle noch bewohnt und nicht bloss zu Restaurants oder Geschäften umgebaut. Danach führte uns der Weg durchs ehemalige Gesandtschaftsviertel, das mit seiner Architektur noch leicht an diese Zeit erinnert.
Aber das eigentliche Highlight war der Park mit der alten Stadtmauer. Die Mauer hat zur Ming Zeit das südliche Ende Pekings markiert, und steht nun eigentlich mitten in der Stadt. Viel ist nicht mehr übrig von der Mauer, ein Wachturm wurde aber noch sehr gut erhalten und gibt einem eine Vorstellung davon, wie es hier einst aussah.

Der Wachturm
Die Stadtmauer mit Parkanlage
Und ja, es wird Frühling in Peking!
Mehr Fotos gibt es hier.

Sonntag, 5. April 2009

Sightseeingtour Beijing

Am vergangenen Montag kam mein erster Besuch hier in Peking an: Jan und Eva landeten auf ihrer letzten Station ihres Asientrips hier in Peking. Am Dienstag habe ich mir dann einen Tag frei genommen, um mit den beiden eine Sightseeingtour durch das Herz Pekings zu starten: Platz des Himmlischen Friedens, Verbotene Stadt, Kohlehügel, Hutongs, Beihai Park und Houhai. Klingt reichlich ambitioniert, war aber dort einigermassen entspannt.

Gestartet sind wir also am Platz des himmlischen Friedens, den wir von Süden nach Norden überquert haben. Obligatorische Touri-Fotos inklusive.


In der Verbotenen Stadt war ich ja bereits auch schon, deswegen will ich darüber nun nicht noch mal so viel schreiben. Hier nur ein Foto, das zeigt, wie toll das Wetter an dem Tag war: strahlend blauer Himmel für beste Postkarten-Motive!


Nach Durchquerung der Verbotenen Stadt haben wir den Kohlehügel dahinter erklommen und die Aussicht genossen. Einerseits hat man von hier aus einen guten Überblick über die Verbotene Stadt, andererseits konnten wir aufgrund der klaren Luft fast ganz Beijing erfassen. Das war wirklich eine tolle Rundum-Sicht.



Nach dem Kohlehügel war es dann Zeit für ein kleines Mittagessen, weshalb wir einen Abstecher in die Nanluoguxiang machten. Hier war ich bereits mit Ines Barhopping machen und mit Carmen shoppen, und heute war dann mal Essen gehen angesagt. Waren im Bass By Restaurant, wo es Gong Bao Ji Ding Pizza gibt - also das bekannte Gericht mit Hühnchenfleisch und Erdnüssen auf einer Pizza neu interpretiert: lecker!




Neu gestärkt machten wir uns dann in den Beihai-Park und haben den See einmal umrundet. Es waren recht wenig andere in dem Park unterwegs und da dieser auch recht weitläufig ist, war es sehr idyllisch.




Zuletzt ging es dann fürs Abendessen an den Houhai. Rund um die Seen sind hier auch diverse Restaurants, Kneipen und Geschäfte angesiedelt. Wir besuchten hier das Nan Men Hot Pot Restaurant, das sich in einem restaurierten Hutong befindet. Hier also lecker gespeist und danach noch einen kleinen Absacker in einer Jazz-Bar genommen und dann hieß es nach einem lange Tag auf den Beinen ab nach hause.



Ein wirklich sehr schöner Tag, der mir mal wieder gezeigt hat, was für nette Ecken Peking doch hat. Mehr Fotos gibt es auch hierzu wieder in meinem Webalbum.

Olympiapark

Vorletzte Woche Samstag habe ich mit Carmen unds Lutz zusammen den Olympiapark besichtigt. Wenn man schon in Beijing wohnt, sollte man die olympischen Sportstätten ja auch einmal besucht haben. Unser eigentlicher Plan war, dort am Abend hin zu fahren und zu bleiben, bis die Sonne untergegangen ist und die Beleuchtung eingeschaltet wird. Allerdings scheinen wir uns da ein wenig mit der tatsächlichen Sonnenuntergangszeit vertan zu haben, so dass wir nach 2 Stunden umherlaufen und vom Wind schon gut durchgefroren ohne Nachtbilder wieder abzogen. Trotzdem hat sich der Besuch gelohnt, denn wir haben etwas gelernt: vom weiten sieht das Stadion ("Vogelnest") echt schön aus, aus der Nähe allerdings verliert es viel von dieser Eigenschaft. Und viele, viele Chinesen besuchen das Stadion noch, es war echt was los auf den breit angelegten Wegen! Hier ein paar Fotos, mehr davon im Webalbum.