Montag, 8. Dezember 2008

Bin ich jetzt Chinese?

Heute habe ich endlich meinen Pass mit meinem neuen Visum wiederbekommen.

Und gleich dazu gabs noch meine Alien Employment Permit und da frag ich mich doch bei dem Dokumenten-Umfang, ob ich nun nen halber Chinese bin...hier mal zum Verdeutlichen:

Da bin ich jetzt ganz stolz drauf!

Abschiede...und KTV!

Wir sind ja nun nicht die ersten Laoweis hier in Beijing...und so gibt es Informanden und Praktikanten, die nun ihren Abschied feiern. Nachdem wir uns Anfang der Woche schon von Daria verabschieden mussten (und die Möglichkeit hatten, aus ihrer Wohnung noch diversen nützlichen Kram abtransportieren zu können...) war nun am Wochenende Thomas' Abschied angesagt: Am Freitag trafen wir uns yum nun beinahe schon traditionellen "Wohnung ausräumen" So wird man stolzer Besitzer von nem Haufen DVDs, noch fehlenden Küchenequipment und diversen anderen Dingen, die keinen der heiß begehrten Plätze im Koffer ergattern konnten!
Am Samstag ging dann die Abschiedsfeier weiter (jaaa, wir sind seeehr dramatisch!) mit einem leckeren Essen im Sichuan Restaurant um die Ecke und nach dieser guter Stärkung gings weiter zu meiner ersten Karaoke Session hier in Beijing. War echt interessant...ein RIESEN Komplex mit unterschiedlichen Kabinen (unsere war die Nummer 233!) in denen man im Kreise seiner mitgebrachten Freunde zeigen kann, was für ein grandioser Sänger man ist. Ein Heidenspass... deshalb geht hier noch mal ein dickes Dankeschön an Thomas, dass er dies für seinen Abschied erwählt hat! Aber nun lasse ich wie so oft Fotos sprechen ;o)


Und auch hier habe ich ein Webalbum angelegt...

Forbidden City

Nach nunmehr schon 5 Wochen in Beijing, wurde es Zeit, dass wir uns dem Herzen dieser Stadt widmen: der Verbotenen Stadt - oder wie es hier heisst: dem Palace Museum (denn "forbidden" ist hier ja nichts mehr, kann ja jeder rein ;o)

Aufgrund der klirrenden Kälte haben wir es allerdings kaum länger als 2 Stunden ausgehalten. Trotzdem war es sehr interessant, durch diese Stadt in der Stadt zu schlendern und noch das ein oder andere Bild aus dem Film "Der letzte Kaiser" vor Augen zu haben.

Für mich sehr überraschend war, war dass die Verbotene Stadt trotz der Kälte sehr gut besucht war von warm eingepackten Chinesen - Europäer waren eher selten gesehen. Viellleicht lag es ja auch daran, dass ich von drei chinesischen Mädels gefragt wurde, ob sie Fotos mit mir machen könnten...ja, da fühlt man sich ein bisschen wie ein Popstar!!! Und natürlich durften die drei je ein Foto mit mir an der Seite schiessen...sehr süß!

So, genug erzaehlt, hier kommen nun ein paar kleine Impressionen:
Wir starten natürlich am Tor des Himmlischen Friedens, wo Mao selbsicher auf uns hinab schaut

Drinnen erwartete uns die beeindruckende Architektur dieser Stadt:


Besonders beeindruckend fand ich die Dächer mit den bunten Gebälk und den kleinen Figuren an den Schindeln
Viel mehr Impressionen habe ich für euch wieder in meinem Webalbum gesammelt.

Montag, 1. Dezember 2008

Feueralarm- Übung auf Chinesisch

Heute gab es bei uns im Büro eine Feueralarm- Übung. Das Ganze war sehr skurill, deswegen möchte ich hier mal darüber berichten:
Alles fing damit an, als meine Kollegin, die neben mir sitzt, mich anspricht und mir sagt, dass wir heute Fire Testing haben...ich habs nicht sofort verstanden...aber sie sagte, dass das Ganze heute um 10h30 stattfindet und wir dann runter gehen müssen...da hab ich dann verstanden, dass es ne Feueralarm-Übung ist und hab da schon den Sinn bezweifelt, wenn alle sogar wissen, um wieviel Uhr sie gehen müssen. Dieser Wissenvorsprung gab uns aber die Möglichkeit, schon mal unsere Jacken in Griffnähe zu haben.
Dann ging der Alarm los! Also, zuerst ging das Licht aus und dann ging der Alarm an (da waren wir schon auf dem Flur). Sehr witzig fand ich, dass die Sirene nicht nur normal geläutet hat, sondern darüber auch noch "Für Elise" spielte...das chinesische Lied für Feueralarm?
Naja, wir uns dann also ganz gesittet die Treppe runtergeschlichen (hätte mich auch nicht gewundert, wenn einige den Fahrstuhl hätten nehmen wollen, aber die waren gesperrt).
Unten angekommen mussten wir uns dann nach Firma und Abteilung sortiert aufstellen. Dann gabs Kollegen, die rumgegangen sind und aufgeschrieben haben, wie viele Leute pro Abteilung da waren (glaube ich zumindestens). Naja, wenn wir schon alle hier draussen zusammen stehen, lasst uns doch was Sinniges machen: Fotos!! Ja, genau, der Fotoapparat wurde auch eingepackt, um diesen grandiosen Moment festzuhalten ;o)
Dann hat unser Chinesischer Chef noch ne Rede gehalten (die ich nicht verstanden habe...) und dabei wurden dann auch noch Fotos gemacht...wahrscheinlich, um das Ganze demnächst auf der Intranet-Seite als News zu veröffentlichen...Cheffe endet Rede, alle klatschen fröhlich und dann dürfen wir wieder zurück zu unseren Arbeitsplätzen...
War ne lustige Abwechslung zum normalen Arbeitsalltag ;o)

Weihnachtsmarkt, Peking-Ente und German Party

So, nun kommt der Bericht von unserem ereignisreichen Samstag:
Wunderbar von Ines geplant (vielen Dank dafür) ging es für uns am Samstag um 10h30 zur deutschen Botschaft, wo immer am Samstag vor dem ersten Advent einen Weihnachtsmarkt nach deutscher Art gibt. Als wir kurz vor 11h ankamen (um 11h sollte es losgehen) sahen wir eine ewig lange Schlange, die vor dem Tor anstand. Wir haben uns erst brav hinten angestellt aber dann dachten wir "Warum deutsch Schlange stehen, wenn wir auch chinesisch vordrängeln können?" Also sind wir ganz gemächlich zum Tor geschlendert und sind ganz entspannt reingekommen...Vorteil der Aktion: Kein Schlange-stehen am Bratwurst-Stand (*lecker*) und gaaanz frischer Glühwein (*noch leckerer*). Der Markt ist eher ueberschaubar und dient auch eher dem Gemeinwohl, da sämtliche Gewinne lokalen Hilfseinrichtungen zu Gute kommen. Da habe ich dann also gleich mal ein paar Tütchen Kekse mehr gekauft ;o)
Zwei weitere Glühwein sowie leckere gebrannte Mandeln später, hatten wir genug von den vielen Deutschen vor Ort und haben uns wieder auf chinesischen Boden geflüchtet.

Am Abend ging es dann mit dem Besuch aus Nanjing und der fast versammelten Siemens-Riege aktuell in Beijing zum Peking-Ente essen. In einem kleinen, versteckten Hutong-Restaurant hatten wir reserviert, und da wir stolze 11 Mann (und Frau) waren, bekamen wir unser eigenes Separee, wo uns dann alsbald die Ente serviert wurde...sooo lecker! Für alle die es nicht kennen: Man hat einen kleinen dünnen Pfannkuchen, legt die knusprige Entenhaut drauf, dazu Gurke und Zwiebel und ein bissl Soße, faltet das ganze wie einen Wrap und versucht dann das Ganze elegant mit den Stäbchen zu essen (ich habs mit den Fingern gegessen, sonst wäre ich nie satt geworden!) War ein sehr lustiger Beisammensein...gar nicht mal so viel Alkohol aber ganz viel Gelächter! Sehr schön...

Und von hier aus ging es dann direkt zum nächsten Punkt auf der Samstags-Agenda: Die German Party im Obiwan mit Freibier von 21h bis 22h30 und nur deutscher Musik...also schön abgefeiert zu deutschen Pop/Rock und natürlich ner Tonne Schlager...

Das war ein toller Tag...so könnt das gerne häufiger sein ;o)
Sonntag hingegen war gaaanz ruhig und besinnlich (war ja auch der erste Advent...)

Samstag, 22. November 2008

Große Mauer Jinshanling bis Simatai

Heute war frühes Aufstehen angesagt: um 7h00 stand unser Fahrer bereit, um uns nach Jinschanling zu bringen. Auf der Agenda stand eine 4-stündige Wandertour bis nach Simatai.

Erst kurz vor der Abfahrt wagte ich es, noch einen Blick in den Reiseführer zu werfen und dort wurde mit mitgeteilt, dass mich ein "teils steil abfallender und dann wieder nach oben kletternder" Weg bevorstand, dass bei Steigungen bis zu 70 Grad "beide Hände gefragt" und dass "Leute mit Höhenangst hier am falschen Ort" sind. Nun gut, rein ins Vergnügen!!

Los ging es mit einer knapp zweistündigen, schwindelerregenden - weil halsbrecherischen - Fahrt in unserem eigens für uns gemieteten Minibus. Der Busfahrer hat sich halt totgelacht, als er kurz hintereinander fast eine Katze und fast einen Hund überfahren hätte...ich weiß nicht, ob er noch mehr gelacht hätte, wenn aus dem "fast" ein "tatsächlich" geworden wäre...

Nun gut, sicher in Jinshanling angekommen ging es an den Anstieg. Kurz hinter dem Eingang wundern wir uns, was dort so viele Chinesen rumstehen und wie sich rausstellt, begleitet uns ein Pulk von ca. 10 Chinesen auf den ersten paar hundert Metern, auch später werden wir ständing mal von Chinesen ein Stück weit begleitet. Natürlich alles Bauern und Mongolen und so ab zwei drittel ihrer Begleitzeit zücken sie dann auch endlich den Bildband oder das T-Shirt, das sie einem verkaufen wollen ;o)

Aber nun zum Eigentlichen: begleitet von strahlend blauen Himmel und bis auf die o.g. Chinesen fast alleine auf weiter Flur, erklimmen wir die Mauer...Stück um Stück...Wachturm um Wachturm...ständig innehaltend, um diese umwerfende Aussicht festzuhalten. Und nach jedem Turm bietet sich einem ein noch unglaublicheres Panorama. Neben der Aussicht hat aber auch die Strecke mir den Atem geraubt: Die Mauer ist zwar z.T. restauriert gewesen, ging aber doch so unglaublich auf und ab, mit riesen Treppen (oder auch mal gar keinen, nur Felsvorsprünge...) Das war schon mächtig anstrengend. Aber wenn man mit solchen Fotos heimkehren kann, hat sich der Aufwand gelohnt:

Mehr Bilder sind in meinem Webalbum zu sehen.
Und hier noch die lustige Reisegruppe nach geschaffter Tour und kurz vor der Abfahrt nach hause:
Die Rückfahrt war dann ähnlich rasant wie die Hinfahrt...nur noch mit dem Highlight gekrönt, dass unser Busfahrer nun einige DVDs besorgt hatte, die wir auf der Auto-Entertainment-Anlage mit Bildschirm in dem Visier des Beifahrers gucken konnten. Zuerst wollte er uns mit Musikvideos im Technostil mit aufreizend tanzenden Chinesinnen erfreuen (ich glaube, Thomas war auch erfreut...!) aber wir haben uns dann für nen Film entschieden (den ich schon kannte, bin dann etwas weggepennt bis...)
Ja, bis ES passierte: Unser Busfahrer hat sich mal wieder ein enges Überholmanöver geleistet, schert dann zwischen nen großen Bus und nen Pick-up wieder ein, der Pick-up bremst scharf, wir auch und während ich uns vorne schon mit der Windschutzscheibe aufm Pick-up sehe, fährt uns hinter der große Bus rein *bums* Schon mal vorweg: uns ist nix passiert, alles in Ordnung. Aber unser Busfahrer natürlich gleich raus, die halbe Mannschaft aus dem großen Bus ebenfalls, viel Geschreie und Gezeter (unser Bus hat ne mächtige Delle am Stoßdämpfer). Naja, irgendwann gehen die beiden Busfahrer ein paar Schritte weiter, man wird sich anscheinend einig, die Menge stobt auseinander und im Bus zeigt unser Fahrer uns stolz die 100 Yuan, die er wohl für die Reperatur rausgeschlagen hat...so macht man das also in China ;o)
Das war also der erste Ausflug hier zur Mauer und ich hab so das Gefühl, dass es nicht der letzte gewesen ist...

Donnerstag, 20. November 2008

Fitness-Studio

Aufgrund des leckeren Essen, des täglichen langen Rumsitzens und wegen der inflationären Nutzung der hiesigen Taxis, fühlte ich mich verpflichtet zum Abschluss eines Fitness-Studio-Vertrages (dachte ich). Und so begaben wir uns denn mal wieder im Konglomerat ins Fitness-Studio um die Ecke: Sieht soweit ganz gut aus, starker Focus auf Ausdauergeräte, die Kraftgeräte sind eher in kleine Ecken gequetscht, aber es gibt sogar Kurse und nen Spinning-Raum und das im Bau befindliche Schwimmbad sah so aus, als könnten wir dessen Eröffnung auch noch miterleben. Naja, wir also knallhart den Preis verhandelt (sind dann bei 1400 Yuan für 10 Monate rausgekommen) und schon mal 100 Yuan angezahlt, damit uns der Preis bis zur kommenden Woche freigehalten wird...
Wir also stolz wie Oskar da raus und treffen an der nächsten Ecke einen anderen Siemensianer, der uns dann erstmal erzählt, dass er ja vom Management unseres Appartmentblocks ne 60er Freikarte bekommen hat....Oho! Also gleich zur Rezeption mal nachgefragt und ... TaDa! ... nun trainieren auch wir für lau ;o) Zumindestens 60 mal...aber das sollte fast reichen für 10 Monate!

Die ersten Trainingseinheiten habe ich nun auch schon absolviert und ... naja ... es ist ganz nett! Das Laufband kann nach Druck auf die richtigen Knöpfe auch Deutsch, das hilft schon mal enorm. Die Kraftgeräte sind aber eigentlich dauerbesetzt...und jedes ist genau ein einziges mal vorhanden (wie erwähnt, wenig Platz dafür eingeplant). Aber ich bin froh, wenigstens Ausdauer machen zu können...damit ich hier nicht ganz aus der Form falle!

In diesem Sinne
sportliche Grüße ;o)

Hast du mal 'ne U-Bahn?

Neulich auf dem Weg zu unserem wochenend-typischen 2-Euro-Gin-Tonic, hab ich mich doch glatt mal auf die anderen verlassen, was das mitführen einer Straßenkarte anbelangte und da waren wir doch glatt verloren: die beiden hatten auch keine Karte dabei! Na, egal, der Taxifahrer wird uns schon verstehen...wir also ins Taxi gehüpft und alle reihum einmal gesagt "Sanlitun"...keine Ahnung, ob er uns aufgrund unserer schlampigen Aussprache nicht verstanden hat, oder ob er nur wissen wollte, wo genau wir da hin wollen...wir kamen nicht weiter.
Da dachte ich mir "Mensch, Judi, so ein paar Worte Chinesisch kannste doch, dann hau rein!" und sagte fröhlich:
"Ni you ditie ma?"
UPS! Habe ich das wirklich gesagt? Heißt nämlich übersetzt: "Hast du eine U-Bahn?"
Verwirrung bei unserem Taxifahrer...aber da ich meinen Fehler zum Glück selbst sofort bemerkte, besserte ich nach:
"Ni you ditu ma?" ("Hast du eine Karte?")
Puh, gerade noch mal am RIESEN Missverständnis vorbeigeschlittert und ganz easy noch rechtzeitig zum Gin-Tonic angekommen ;o)
Merke: ditie = U- Bahn / ditu = (Land)karte

Sonntag, 16. November 2008

Hongqiao Perlenmarkt / Silk Street Cheap-Market

Nach unserem Touri-Programm im Himmelstempel sind wir noch mal unserer Lieblingsbeschäftigung nachgegangen: Shopping!


Gleich um die Ecke beim Temple of Heaven befindet sich der Hongqiao Perlenmarkt. Ein riesen Gebäude, dass in den oberen Etagen anscheinend exquisite Perlen, Jade und Korallen verkauft, allerdings sind die unteren Stockwerke eher durch das typische Cheap- Market Bild geprägt, was mir das Vertrauen in die Exklusivität der Perlen doch eher genommen hat. Sind da also nur kurz einmal durchgehuscht und haben vom oberen Stockwerk noch mal den Blick auf den Park des Himmeltempels genossen.
Da dieses Shopping- Erlebnis dann ja nicht so befriedigend war, haben wir noch einen kurzen Abstecher zum Silk Street Cheap- Market gemacht. Dem Yashow sehr ähnlich, gibt es auch hier kleine Stände auf 4 Etagen, die von Schuhen und Handtaschen bis Kleidung und Souvenirs alles verkaufen. Hier sind wir noch durchgeschlendert und ich bin nun um ein Paar nachgemachter Puma- Sneakers für 5 Euro und nem schönen Pulli für 6 Euro reicher ;o) Das hat dann aber auch erstmal gereicht und nun dient der Sonntag noch zum bequemen ausspannen...!

Temple of Heaven

Unserer heutiger Ausflug führte uns zum Temple of Heaven. Hierbei handelt es sich um eine schön angelegte Parkanlage, in der 2 Tempel stehen. Wir haben uns am Eingang mal den Luxus eines Audio-Guides gegönnt, um auch zu verstehen, was wir uns da angeguckt haben.

Gleich am Anfang haben wir noch was tolles erspäht: Wasser- Kalligraphie! Da war ein Mann am Anfang des Parks und malte mit Wasser Schriftzeichen auf die Steine des Gehweges. Sehr kurzweilige Kunst...aber sehr beeindruckend!

Wir haben dann auch gleich mal den Eingang genommen, der auch immer vom Kaiser genutzt wurde: das Südtor. Als ersten standen wir dann dem Himmelsaltar gegenüber. Ein dreigeschossiger, kreisrunder Altar, in dem die Zahl drei bzw. deren Vielfaches (hauptsächlich 9) eine wichtige Rolle spielen: Drei Etagen, jeweils mit 9 Treppen getrennt und die runde Fläche besteht aus 9 konzentrischen Kreisen, die jeweils aus ein vielfaches von 9 an Steinen besteht. Wenn man in der Mitte auf den leicht erhabenen Stein steht, dann hat man direkten Kontakt mit dem Himmel. Da musste ich mich doch draufstellen!

Im Anschluss kamen wir zur Halle des Himmelsgewölbes. Eine kleine runde Pagode, die schon beeindruckend war, dann allerdings noch von der Halle der Ernteopfer überboten wurde. Das ist wirklich chinesische Architektur der Extraklasse. Auch hier ist drei die dominierende Zahl. So steht auch dieser Altar auf 3 Etagen und hat ein 3-faches Dach. Besonders wichtig ist, dass es ganz ohne einen Nagel errichtet wurde und nur aus Holz besteht.



Wir hatten wieder das Glück von strahlenden Sonnenschein - Beijing meint es echt gut mit uns! Hoffen wir mal, dass es noch lange so bleibt!
Mehr Bilder wieder im Webalbum!

Samstag, 15. November 2008

Hutong

Heute haben wir bei strahlenden Sonnenschein die Hutongs rund um die hinteren Seen (Houhai) besichtigt.
D
irekt am Eingang zur sogenannten Lotus Lane,der touristisch sehr beliebten Promenade am See, ist natürlich ein Starbucks untergebracht. Hier habe ich mir für die vorweihnachtliche Stimmung ersteinmal nen Toffee Nut Latte bestellt *yammi* Damit ging es dann zum Rundgang um den See. Hier einige Impressionen:



Von hier aus sind wir dann mal etwas in die Hutongs abgebogen. Die Hutongs sind die ursprüngliche Form von Behausungen in Beijing. Dabei handelt es sich um Wohnanlagen mit einem Innenhof hinter einem Tor. Viele der Hutongs sind in letzter Zeit abgerissen worden, viele wurden restauriert und wegen nun als Restaurants, Geschäfte oder Bars genutzt. Aber einige der Hutongs sind immer noch bewohnt:

Weiter führte uns unser Weg zu den sogenannte Drum and Bell Towers (also Trommel- und Glockenturm)
Der Trommelturm verdankt seinen Namen von den Trommeln, die darin früher zur Zeitanzeige geschlagen wurden. Wir hatten Glück, dass wir gerade zu einer Vorstellung der Trommler kamen.
Gleich gegenüber steht der Glockenturm, der seinen Namen natürlich von einer Glocke hat!
Danach gab es eine kleine Stärkung bei MacDonalds, da das Treppensteigen doch reichlich erschöpfend war ;o) Unser Weg führte uns dann wieder zurück zum See, wo gerade die Sonne unterging und wunderschöne Bilder möglich machte. Der wunderschöne Sonnenuntergang wurde auch von unerschrockenen Chinesen genutzt, um in dem See baden zu gehen *brrr* mir wäre das zu kalt...aber zusehen ging noch:
Noch mehr Fotos gibts in meinem Webalbum zu sehen!

Donnerstag, 13. November 2008

Paket...

Nur noch ganz kurz:
Habe mir ja zur Gepäckerleichterung einiges an Lebensmittel, Kosmetika und Bücher per DHL schicken lassen. Das Paket kam heute an...und war total ramponiert! Das sah echt aus, als hätte man es zig mal durch die Gegend geworfen und als wäre es dann noch einige male von LKW gefallen!!! Die China Post musste das Ganze noch mal neu zusammenzurren, da das Paket auseinander zu fallen drohte. Dementsprechend sah auch der Inhalt aus: Zermatschte Kinder- Schokolade und Dominosteine, total zerbröselte Spekulatius und alles wild durcheinander gekugelt...bin nur froh, dass keine Kosmetik ausgelaufen ist...oder das Paket komplett auseinander gefallen ist...Soviel dann zum Service von DHL *empört bin*

Karneval in Beijing

In Deutschland wohne ich zu weit nördlich, um vom köllner Karneval mehr mitzubekommen als die nervigen Büttenreden im Fernsehen...und wo holt es mich ein? In Beijing!!

In der deutschen Gastwirtschaft namens "Der Landgraf" fand die Karnevalsparty zeitgleich mit dem Praktikanten-Stammtisch statt (war bestimmt reiner Zufall!!!) Wir sind dann mal ganz gegen die Norm unverkleidet gegangen, da wir dachten, dass wird schon nicht so arg sein...weit gefehlt: Deutsche und Chinesen in den teilweise grellsten Kostümen!!! Naja, nicht abschrecken lassen, rein da!
Für die Kehle gab es leckeres Köllsch (gegessen hatten wir vorher in der legendären Jiaozi- Bude) und dann hieß es ab auf die Tanzfläche. Schöner köllsche Lieder, ich versteh kein Wort - die könnten auch Chinesisch singen. Egal...war sehr lustig...wie der Fotobeweis zeigt



Der Spaß wurde nur durch die Tatsache gebremst, dass wir ja am nächsten Tag wieder auf die Arbeit mussten...also ab ins Taxi und schön brav nach hause!
Vielleicht kann ich mich dann ja nächstes Jahr auch mal für den "echten" Karneval in Deutschland begeistern...aber nur vielleicht!

Jiaozi Bude

Nun muss ich hier mal von einem rein kulinarischen Erlebnis berichten:
Ich liebe ja die chinesischen Teigtaschen namens Jiaozi, genauso wie die eher an gefüllte Brötchen erinnernden Baozi. Naja, Ines (die schon seit Mai hier ist) erzählte mir von einer fantastischen Bude direkt bei uns um die Ecke...aber sie sagte auch gleich dazu, dass ich wahrscheinlich nie von selbst auf die Idee kommen würde, da zu essen, da die so heruntergekommen aussieht...Lange Rede, kurzer Sinn: Wir natürlich hin!!

Das sind dann also die luxeriösen Tische :o) Jacke ausziehen ist nicht, denn die Tür ist immer offen...
Das ist der Blick in die Küche und gleichzeitig auf die Straße! In den kleinen Körbchen werden die Jiaozi und Baozi gedämpft. Super lecker...und jetzt kommt ja das fast beste: Ein Körbchen mit ca. 10 Stück kostet 3,50 Yuan (ca 40 Cent!!) Letztens haben wir dort zu viert gegessen und auch getrunken und gerade mal 20 Yuan bezahlt!
Was sagt uns das: Man darf sich nie von Äußerlichkeiten blenden lassen!

Ritan Park (Nachtrag für Sonntag)

Nun fängt die Zeit hier ganz ungemein an zu rasen, so dass ich nun doch glatt noch Infos vom letzten Wochenende nachreichen muss, obwohl morgen schon das nächste beginnt!!
Am vergangenen Sonntag sind wir nach einem bequemen Ausschlafen zum Ritan Park gefahren. Hier steht unter anderem der Sonnentempel. Und passend dazu hatten wir wunderschönes Wetter.

Hier mal ein paar Impressionen aus dem Park:


Viele Chinesen haben es uns gleich getan und das schöne Wetter in dem Park genossen. In den Pavillons und verstreut über die Felswand saßen überall Chinesen, genossen die Sonne, lasen ein Buch oder haben einfach nur die Zeit verstreichen lassen - sehr schön!
Vom Ritan Park aus haben wir noch eine kleine Runden durch das Botschaftsviertel gedreht...war aber nicht so spannend...hohe, lange Zäune und vor jedem Haus ein uniformierter Chinese...und das angestrebte Café servierte leider auch nur trockene Muffins :o(
Wir haben unseren Weg dann fortgesetzt und kamen an einem der Outdoor- Fitness- Studios für Jedermann vorbei: direkt auf dem Gehweg waren diverse Geräte aufgestellt. Da haben wir uns dann auch ganz kurz ertüchtgt (man solls ja nicht übertreiben!)
Abgeschlossen haben wir unsere Tour mit einem erneuten Besuch im Yashow Markt, wo ich mich dann auch an ein paar Schuhe herangetraut habe. Habe mir schwarze Stiefeletten für 65 Yuan gegönnt...wahrscheinlich noch viel zu teuer, aber ich bin glücklich ;o)
Soviel dann zum Rest des Wochenendes...

Samstag, 8. November 2008

Yashow Cheap Market

Am Samstag haben wir dann was touristisch typisches gemacht...
Sightseeing?
Nein!! SHOPPING!
Da es hier gerade vom Wetter her nicht so schön ist (diesig und kalt) werden wir wohl die schönsten Attraktionen entweder im klaren Winter oder im blühenden Frühling besuchen.
Samstag waren wir deshalb auf dem Yashow Markt in Sanlitun...ein vierstöckiges Einkaufscentrum mit vielen kleinen Ständen drinnen, die fast alle das Gleiche verkaufen und zwar mehr oder minder gute Kopien von Markenartikeln.
Untergeschoss: Schuhe, Schuhe und nochmal Schuhe, das gleiche Mit Handtaschen, Koffern und Gürteln. Ein paar Stiefelchen bekommt man hier schon für 50 Yuan angeboten (knapp 6 Euro). Wir haben allerdings erstmal nur geguckt und uns gerade mal eine Handtasche für 50 Yuan gegönnt...aber Schuhe sind dann nächstes mal dran.
Die anderen Stockwerke sind von Klamotten beherrscht: T-Shirts, Pullis, Jeans...was das Herz begehrt...meist mit nem gefälschtem Logo, teils zum Glück auch ohne.

Nach dem Bummel durch das Kaufhaus haben wir lecker Jiaozi und Baozti gegessen (verschiedene Teigtaschen) an ner kleinen, schäbig aussehenden Bude bei uns um die Ecke (aber lecker!! und günstig!!!)

Der Shopping-Trip ging dann weiter mit einer Fahrt ins Decathlon Outlet. Decathlon ist ein französischer Sportartikel- Hersteller und vekauft hier auch in nem großen Outlet seine Artikel zu günstigen Preisen. Unser Taxifahrer wusste leider nicht so recht wohin und hat uns durch irgendwelche Industriegebiete gekarrt. Aber ich habe mit meinen Paar Brocken Chinesisch sogar hinbekommen, ihm zu erklären, dass wir nicht die ganze Rechnung zahlen, da er mit uns ja noch sonst wo längs gefahren ist...er hat gelacht (ich glaube mich beschimpft - aber verstehe ich ja nicht) und akzeptiert...der Einkauf war auch ein voller Erfolg...so günstig: Sporttop für 6 Euro, Hosen für ca 15 Euro, Fleecepullis auch für 6 Euro...supi!

Das war also unser erstes Shopping Abenteuer...es werden wahrscheinlich noch viele folgen!

Wangfujing Dajie Nightmarket

Am Freitag Abend haben wir uns nach einer mehr oder minder harten Arbeitswoche auf den Weg zum Nachtmarkt in einer kleinen Seitengasse der Wangfujing Dajie gemacht. Da diese Strasse unweit des Tiananmen-Platzes und der Verbotenen Stadt ist, haben wir uns dort mit dem Taxi hinfahren lassen und natürlich gleich ein paar Sightseeing-Fotos gemacht:



Zu Fuss sind wir dann das Stück zurück zur Wangfujing Dajie gelaufen. Dies ist eine Fußgängerzone, wo sich diverse Kaufhäuser befinden. Und in einer der Seitenstraßen fanden wir dann unser Ziel: den Nightmarket mit seinen diversen Essensständen. Hier bekommt man nun Dinge auf Spießen zu essen, wo es einem die Nackenhaare aufstellt: Skorpione, die vor ihrer Zubereitung im Bratfett noch fleißig strampeln, wenn man sie anpustet, Seepferdchen, Heuschrecken, Maden und andere Insekten...aber zur Verteidigung: es gab auch ganz normale Fleischspieße und leckere karamellisierte Fruchtspieße...aber das ist ja nun nicht sooo interessant ;o)



Sebastian hat ja sogar einen Skorpion probiert und meinte "Der schmeckt wie nen Chio Chip!" *brrr* Ich hab dann lieber so ein Teigbällchen gegessen, in dem glaube ich irgendwas fischiges mit drin war (war es Tintenfisch? ich weiß es nicht...).

Nachdem wir diese kleine Seitengasse kulinarisch durchforstet hatten, sind wir die Wangfujing Dajie noch ein Stück weiter hoch gegangen und an der nächsten großen Straßenkreuzung gab es dann weitere Essenstände, die dann auch noch Leckereien wie Schafshoden und "Dog Meat Pot" angeboten haben.



Dieser Nachtmarkt war auf jeden Fall einen Besuch wert. Man muss aber dazu sagen, dass selbst Chinesen dort sehr amüsiert und teils angewiedert durchgehen...auch hier ist es nicht normal, solche Dinge zu essen. In der Vergangenheit mag man in China aufgrund von großen Hungersnöten darauf angewiesen gewesen zu sein, alles nahrhafte zu essen und daher kommen wohl auch diese Auswüchse der Esskultur...

Dienstag, 4. November 2008

Meine Wohnung

So, ich schulde euch noch die versprochenene Fotos meines neuen Domizils. Habe deswegen vorhin etwas aufgeräumt und mal ein paar Fotos geschossen.

Hier zunächst mein Wohnzimmer, das man sofort betritt, wenn man durch die Haustür kommt:


Ebenfalls im Untergeschoss befinden sich Essecke und Küche. Die Küche ist allerdings nur auf den ersten Blick fantastisch, da z.B. ein Herd überhaupt nicht vorhanden ist...und der Kühlschrank steht übrigens im Wohnzimmer ;o)

Dann gibt es im Untergeschoss noch mein Badezimmer, dass ich euch nicht vorenthalten möchte, sowie die schöne Wendeltreppe in mein Obergeschoss:


Und im Obergeschoss wartet meine Wohnung dann noch mit einem kleinen, dunklen Arbeitszimmer und einem netten Schlafzimmer mit Wandschrank und steinharter Matratze auf:


Soviel zu meiner Wohnung im Star City Komplex.
Von der Lage her auch sehr gut gelegen, ich kann zu Fuß zur Arbeit laufen, was ungefähr 15 Minuten dauert, auf dem Nachhauseweg kann ich nen kleinen Umweg gehen und beim Makro Markt vorbeischauen, der so aus dem Food und Non-Food Bereich so einiges an chinesischen Besonderheiten zu bieten hat, weswegen ich da immer staunend durch die Regalreihen schlender und trotzdem jedesmal was vergesse, was ich eigentlich kaufen wollt ;o) Im Star City Komplex selber ist dann auch noch ein Fitness-Studio, für das ich mich heute angemeldet habe, auf dass ich dann demnächst mit den Chinesen sporteln kann. Dazu dann bestimmt noch mal mehr...