Am Donnerstag führte unser Weg zunächst zu dem Schneider, der uns von Katja und Sebastian empfohlen wurde. Dort wurden dann Anzüge und Hemden bzw. Blusen geordert, und danach konnte dann auch das Sightseeing-Porgramm beginnen: Gestartet haben wir am Bund, der Promenade, die einen Blick auf das moderne Pudong bietet, selber aber mit alten Gebäuden aufwartet. Der Blick war durch einen riesigen Bauzaun etwas getrübt, trotzdem haben wir es geschafft, ein paar schöne Bilder zu schiessen. Hier wurden wir dann auch von einer chinesischen Gruppe angesprochen, zunächst nur, damit wir ein Foto von ihnen machen, dann haben wir uns aber noch ein wenig unterhalten (wo wir herkommen, was wir so machen) und dann wurden wir gefragt, ob wir nicht Lust hätten, an einer Teeverkostung teilzunehmen. Da die drei nicht so wirkten, als wollten sie nur einen Touri-Nepp durchführen, haben wir "ja" gesagt und hatten dann eine sehr lustige Teeverkostung ( der eine hat für uns immer übersetzt, was die kleine Chinesin, die den Tee aufgoss, erzählte, und sage jedesmal "The beautiful woman said..." sehr lustig) Einige Tassen Tee spaeter, hiess es dann allerdings Abschied nehmen, da noch mehr auf unserem Tagesplan stand.
Und so machten wir uns auf nach Pudong und nutzten dafür den sogenannten "Sightseeing Tunnel". man fährt in einer kleinen Kabine durch den Tunnel, der wohl von Kunststudenten, die gerne mit bewusstseinserweiternden Drogen experimentieren, gestaltet: Klänge wie Unterwasser, bunte Leuchtstoffröhren, Blubbern und Rauschen, Aufblasfiguren...unbeschreiblich...unbeschreiblich schlecht! Man kann sich vorstellen, wie euphorisch wir waren, wo wir doch Retour gebucht hatten und wir später das Ganze nochmal erleben durften!
In Pudong haben wir uns dann zum Oriental Pearl Tower begeben, wohl das Wahrzeichen von Shanghai. Der Eintritt für alle Ebenen kostete unfassbare 15 Euro pro Person. Dafür ging's aber auch ganz nach oben mit einem tollen Blick über die Stadt. Ein kleines Highlight war für uns die Fahrt mit der Achterbahn, die in dem Tower steckt. Sie sah irgendwie verlassen aus, das Gatter zu, keine Menschen da. Jan wollte aber UNBEDINGT mit der Bahn fahren und guckte sich dann etwas genauer um und fand auch den Bediener des Ganzen. Somit kamen wir in den Genuß einer privaten Fahrt...seehr lustig!
Nach dem Oriental Pearl haben wir uns zum Jinmao Tower begeben, der in seiner Bauform an eine Pagode erinnern soll. Auch dort gibt es eine Aussichtsplattform, von der wir noch ein paar schöne Sonnenuntergangs-Aufnahmen machen konnten.
Dem Sightseeing für diesen Tag genug, sind wir zu einem japanischen Teppanyaki gegangen, wo wir uns den Tisch (und auch das Essen) mit einer Gruppe Franzosen teilten, die uns im Anschluss spontan eingeladen haben, sie mit zum Karaoke zu begleiten...gesungen haben wir zwar nicht, aber war doch sehr lustig!
Ursprünglich wollten wir einen Tag auch Shanghai verlassen und nach Suzhou fahren, das mit vielen kleinen Gärten ganz malerisch sein soll. Allerdings wurde uns von unserem Hotel davon abgeraten, da es aufgrund der Maifeiertage sehr voll sein würde. Also sind wir einen Tipp des Hotels gefolgt und waren in der Tian Zi Fang spazieren: eine kleine, verwinkelte Hutong-Gasse, in der sich kleine Gallerien, Geschäfte und Restaurants tummeln. Wirklich sehr schön und ein toller Tipp. Leider begann es dann noch zu regnen, weshalb weitere Sightseeing Aktivitäten ins Wasser fielen...weiterhin standen unsere Alternativ-Ideen an dem Tag unter keinem guten Stern (das ehemalige Wohnhaus von Mao war wegen Renovation geschlossen und das Museum total überrannt), so dass wir nen ruhigen Nachmittag in unserem Hotel genossen.
Desweiteren haben wir in Shanghai gesehen: den People's Square und die pulsierende Nanjing Road, den Jade-Buddha-Tempel sowie den Yuyuan Park mit den angrenzenden Bazaar. Touristisch- historisch hat Shanghai nicht allzu viel zu bieten, allerdings kann es durch sein westliches Flair echt überzeugen...
Krönender Abschluss für unseren Shanghai Besuch war für mich als Siemensianer natürlich die Fahrt im Transrapid zum Flughafen. Leider ist die Station, von der aus man startet, nicht wirklich zentral gelegen und man muss dort auch erstmal mit dem Taxi oder umständlich mit der Bahn hin. Aber von dort aus geht alles ganz schnell: rein in die Bahn, Abfahrt, einige Minuten später bei der Höchstgeschwindigkeit angelangt (431 km/h), dann schon wieder abbremsen und schon ist man am Flughafen!
Shanghai hat mir auch seeehr gut gefallen und ist auf jeden Fall eine Reise wert, nächstes mal werde ich mir dann aber auf jeden Fall die Zeit nehmen, die umliegenden Städte und Dörfer auch zu besuchen.
Fotos gibt's wie gehabt in meinem Webalbum.
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